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Bau des Windparks im Münsterwald beginnt

Erstellt am: 09.02.2018

Die STAWAG und juwi starten mit den Arbeiten zum Bau des Windparks Münsterwald. Westlich der Himmelsleiter genannten Bundesstraße 258 werden zunächst fünf Windenergie-Anlagen errichtet. Nach Einrichtung der Baustelle wird in Kürze der Weg von der Himmelsleiter in den Wald asphaltiert.

Hierfür hat der Tiefbauer eine eigene verkehrsrechtliche Anordnung in Abstimmung mit Straßen NRW beantragt und erhalten. In der Woche nach Karneval wird eine Beschilderung eingerichtet, die die Ein- und Ausfahrt in den Wald regelt. Ab Ende Februar wird zudem eine Ampelanlage den Verkehr regeln.

Zum Genehmigungsverfahren

Der positiven Entscheidung der Genehmigungsbehörde Ende 2015 war ein komplexes und umfangreiches, förmliches Verwaltungsverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung vorausgegangen, in dem alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit hatten, sich in schriftlicher Form und in einem öffentlichen Erörterungstermin zu beteiligen. Auch die Gerichte haben sich intensiv mit dem Windpark Münsterwald befasst und dabei die Position der Genehmigungsbehörde bestätigt: Nachdem die Windkraft-Gegner in zwei Instanzen im Eilverfahren unterlagen, wurde auch das Hauptsache-Verfahren mit Urteil vom 1. Dezember 2017 für die Genehmigungsbehörde entschieden. 

Sauberer Strom für Aachen

„Der Windpark Münsterwald wird einen sehr wichtigen Beitrag zur Versorgung der Stadt Aachen mit grünem Strom leisten“, sagt Dr. Peter Asmuth, Vorstand der STAWAG. „Die Anlagen erzeugen jährlich klimafreundlichen Strom für rund 12.500 Haushalte.“ Die STAWAG hat in den letzten Jahren sehr große Erfolge beim Ausbau der erneuerbaren Energien erzielt und bereits über 15 Windparks in Betrieb genommen, davon etliche in der Region. „Da die Energiewende vor allem lokal umgesetzt werden muss, möchten wir auch in Aachen das Potenzial zur Nutzung von Wind- und Sonnenergie ausschöpfen. Damit nehmen wir unsere Verantwortung für eine dezentrale und zukunftsfähige Energieversorgung ernst.“

„Uns ist bewusst, dass es den einen oder anderen Bürger gibt, der weiterhin nicht mit dem Bau des Windparks im Münsterwald einverstanden ist“, so Frank Brösse, Geschäftsführer der STAWAG Energie GmbH. „Aus einer Umfrage von 2013 wissen wir, dass 78 Prozent der Aachener für den lokalen Ausbau der Windenergie sind. Diese Zahlen wurden im September 2017 im Rahmen eines Forschungsprojektes bei einer repräsentativen Marktforschung von über 1.000 Befragten in Stadt und Städteregion Aachen bestätigt.“ STAWAG und juwi haben mit Windenergie im Wald bereits gute Erfahrungen gemacht: So ist beispielsweise der Windpark im Forst bei Simmerath-Lammersdorf nach seiner Fertigstellung positiv durch Bürger und Kommune bewertet worden.

Einrichtung der Baustelle

Martin Vollnhals, Projektleiter des Windparks beim Windparkplaner juwi, ergänzt: „In Kürze beginnen wir mit dem eigentlichen Bau der Anlagen. Um die Beeinträchtigungen für den Verkehr auf der Himmelsleiter so gering wie möglich zu halten, haben wir mit der Stadt Aachen, der Polizei und Straßen NRW ein umfangreiches Verkehrskonzept abgestimmt.“ Hierzu zählen unter anderem eine Ampelschaltung an der Windparkausfahrt sowie die Verlagerung des Anlieferverkehrs in die Randzeiten des Berufsverkehrs. „Die Baumaßnahmen erfolgen so eingriffsminimierend wie möglich“, führt Vollnhals weiter aus. „Ein externes Gutachterbüro wird den Bau der Anlagen bauökologisch begleiten. Entlang der 15 Kilometer langen Kabeltrasse erfolgt zusätzlich eine archäologische Baubegleitung.“

Ausgleichsmaßnahmen für Flora und Fauna

Im Münsterwald wird nach der Bauphase gut die Hälfte der in Anspruch genommenen Fläche mit ökologisch höherwertigen Baumarten bepflanzt. Darüber hinaus forstet die STAWAG bei Entenpfuhl eine 25.000 Quadratmeter große Fläche mit hochwertigen Bäumen und Sträuchern auf und leistet somit einen weiteren Beitrag zum Artenschutz in der Region. Des Weiteren werden auf rund 21.000 Quadratmetern Maßnahmen für die Wildkatze umgesetzt, wie beispielsweise die Entfichtung von Bachläufen oder die Anlage von Brutstrukturen. Um die Beeinträchtigung der geschützten Geburtshelferkröte zu vermeiden, werden im Windpark selbst Gesteinsschüttungen angelegt und entlang der Bauflächen der Windenergieanlagen 2 und 3 Amphibienschutzzäune errichtet.

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