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Erstmals Abwasserwärmenutzung in Aachen

19.02.2015

STAWAG und gewoge AG haben einen weiteren Meilenstein bei der energetischen Modernisierung im Aachener Norden erreicht: Zukünftig werden vier Wohnhäuser der gewoge AG im Wiesental durch eine innovative und saubere Technologie mit Wärme versorgt – genutzt wird dabei die vorhandene Wärme des Abwassers.

Projektverantwortliche (v.l.): Dr. Peter Asmuth (Vorstand der STAWAG), Frank Schäfer (STAWAG Energie), Thomas Hübner (Vorstand der gewoge AG), Uwe Lorenz (STAWAG), Ulrike Greiner-Lövenich (gewoge AG) und Elmar Wiezorek (Leiter Fachbereich Umwelt der Stadt Aachen).

Hierzu wurde in einem der größten Abwasserkanäle der Stadt Aachen ein Wärmetauscher installiert, der mit einem separaten Wasserkreislauf die Wärme für die Wärmepumpen liefert. Diese erzeugen die Wärme für die Warmwasserbereitung und die Beheizung von über 120 Wohnungen im Wiesental.

„Mit diesem Projekt leisten die STAWAG und die gewoge AG einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und sorgen zugleich dafür, dass die Wohnqualität im Aachener Norden weiter steigt“, unterstreicht Elmar Wiezorek, Leiter Fachbereich Umwelt der Stadt Aachen, bei der Vorstellung des Projektes. „Im Rahmen von EU-GUGLE sanieren wir im Gebiet Aachen Nord bis zum Frühjahr 2018 rund 400 gesellschaftseigene und städtische Wohnungen, wobei die energetische Sanierung im Mittelpunkt steht. Neben der erheblichen energetischen Verbesserung der über 120 Wohnungen im Wiesental tragen unsere zusätzlichen Investitionen dazu bei, die Wohn- und Lebensqualität für die Bewohner deutlich zu steigern“, so Thomas Hübner, Vorstand der gewoge AG. „Wir sind sehr froh, dass die STAWAG mit ihrem Konzept nun auch noch eine CO2-neutrale Wärmeversorgung beisteuert.“ 

Das Pilotprojekt, bei dem vier Wohnhäuser der Wohnungsgesellschaft gewoge AG nach ihrer Sanierung mit Heizenergie aus Abwasser versorgt werden, ist eine Premiere in Aachen. „Wir haben uns als Vorreiter für die Energiewende einen Namen gemacht und erzeugen heute bereits jede zweite Kilowattstunde Strom für die Aachener Bürger mit eigenen Grünstromanlagen“, so Dr. Peter Asmuth, Vorstand der STAWAG. „Mit der Anlage im Wiesental nutzen wir nun erstmals zum Heizen und zur Warmwasserbereitung die ohnehin vorhandene Wärme des Abwassers – übrigens die größte Anlage in Europa. Aachen bietet unter anderem wegen seiner großen Anzahl an Thermalquellen ein großes Potenzial.“

Wärme aus Abwasser

Tief unter der Erde im Wiesental verläuft ein großer  Abwasserkanal, über den die Abwässer von rund 150 000 Aachenern entsorgt werden. Mindestens 300 Liter Abwasser fließen pro Sekunde durch den 3,20 Meter breiten und 2,55 Meter hohen Kanal. Die Abwässer haben auch im Winter eine Temperatur von rund 15 °C, Wärme, die bislang ungenutzt blieb. Das Abwasser fließt auf einer Länge von rund 80 Meter über die eingebauten Edelstahlplatten, die sogenannten Wärmetauscher, und erwärmt das saubere Kaltwasser im Inneren, das dann in den Wärmepumpenkreislauf weiter in die Heizzentrale fließt. Dort stehen zwei Wärmepumpen und zwei Speicher mit einem Fassungsvermögen von 1 200 Liter. Das Wasser wird auf eine Temperatur von 50 °C erwärmt und über ein Nahwärmenetz den vier Wohnblocks im Wiesental zugeführt.

Während die Abwasserwärmenutzungsanlage finanziell durch das Land Nordrhein-Westfalen und den Bund unterstützt wurde, ist die energetische Modernisierung der Gebäude Bestandteil des  Projektes EU-GUGLE. Mit diesem Projekt unterstützt die Europäische Union im Rahmen ihrer Smart City Initiative die Verbesserung der Energieeffizienz in sechs europäischen Städten. Im Teilprojekt Aachen werden in Aachen-Nord Wohnungen der  Stadt Aachen und der gewoge AG saniert. Insgesamt 2,8 Mio. Euro Fördermittel werden dabei für bauliche und technische Maßnahmen zur Verfügung gestellt, um die energiepolitischen Klimaschutzziele für das Jahr 2020 zu erreichen. Die STAWAG stellt hierbei eine innovative Wärmeversorgung bereit.   

Bildmaterial unter http://www.stawag.de/unternehmen/presse/mediathek/

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Pressesprecherin

Eva Wußing (V.i.s.d.P.)