STAWAG setzt neue Maßstäbe beim Schutz von E-Ladeinfrastruktur
Erstellt am: 17.04.2026
Im Fokus stehen dabei sogenannte „Panzerkabel“, die speziell für den Einsatz an Schnellladestationen (DC und High Power Charging) entwickelt wurden. Diese Kabel verfügen über eine extrem robuste, schnittfeste Ummantelung. Mechanische Eingriffe werden dadurch erheblich erschwert oder ganz verhindert.
Ergänzt wird die physische Sicherung durch ein vernetztes Alarmsystem: Wird die Schutzschicht beschädigt, reagiert die Technik sofort. Eine gut sichtbare Warnleuchte an der Ladesäule wird aktiviert, gleichzeitig ertönt eine laute Sirene. Parallel dazu erfolgt eine automatische Meldung an die zentrale Leitstelle der STAWAG sowie an die Polizei.
„Unser Ziel ist es, die Ladeinfrastruktur für unsere Kundinnen und Kunden noch zuverlässiger zu machen“, erklärt Thorben Doum, Teamleiter Energiedienstleistung und Elektromobilität bei der STAWAG. „Mit der neuen Technik erhöhen wir die Sicherheit deutlich und können im Ernstfall schnell reagieren.“
Auch Nils Christen, Business Developer bei der STAWAG, betont den präventiven Ansatz: „Wir setzen bewusst auf eine Lösung, die nicht nur abschreckt, sondern aktiv schützt. Die Kombination aus robuster Bauweise und intelligenter Alarmierung ist dabei entscheidend.“
Schrittweise Umsetzung an bestehenden und neuen Standorten
Die neue Sicherungstechnik wird bereits an zahlreichen stark frequentierten Ladepunkten eingesetzt. Weitere Stationen werden sukzessive nachgerüstet. Gleichzeitig stattet die STAWAG neue Ladeparks von Beginn an mit dem Schutzsystem aus.
Zu den bereits ausgerüsteten Standorten zählen unter anderem Stationen im Aachener Stadtgebiet sowie in der Städteregion. Weitere Ladeparks – etwa an der Lombardenstraße, der Krefelder Straße, an der Schanz sowie an der Trierer Straße/Schönforststraße – folgen in den kommenden Wochen.
Die Investition in die neue Technik liegt pro Ladepunkt im vierstelligen Bereich und ist Teil der langfristigen Strategie der STAWAG, die öffentliche Ladeinfrastruktur kontinuierlich zu modernisieren und abzusichern.
Zuverlässigkeit im Fokus
Insgesamt gibt es 1.050 Ladepunkte an etwa 500 Standorten in Aachen und Umgebung und wir tragen unseren Beitrag zur regionalen Elektromobilität bei. Besonders Schnellladestationen ermöglichen es, Fahrzeuge in kurzer Zeit aufzuladen und sind daher ein zentraler Bestandteil der Infrastruktur.
Die neuen Schutzmaßnahmen leisten einen wichtigen Beitrag dazu, die Verfügbarkeit dieser Ladepunkte dauerhaft sicherzustellen. Gleichzeitig reagiert die STAWAG damit auf steigende Anforderungen an Betriebssicherheit und Infrastrukturqualität.
Hintergrund
In den vergangenen Jahren kam es auch in der Region vermehrt zu Beschädigungen und Diebstählen von Ladekabeln, insbesondere an Schnellladestationen. Neben der STAWAG waren auch andere Betreiber betroffen. Die neuen Sicherheitslösungen sollen dazu beitragen, solche Vorfälle künftig deutlich zu reduzieren und die Versorgungssicherheit weiter zu erhöhen.